Texel 2
Spontane Regatta
Spontaneous Regatta
Es wird ja oft nicht zugegeben, aber wenn sich zwei Segelboote auf demselben Kurs befinden und in Sichtweite sind, dann stellt sich unwillkürlich die Frage: Wer ist schneller? Und wenn sich gar herausstellt, dass drei Boote vom selben Typ und ungefähr derselben Größe vom selben Hafen zum selben Ziel unterwegs sind, dann werden die 32 Seemeilen schnell zur Rennstrecke…
It is often not admitted, but when two sailing boats are on the same course and within sight of each other, the question inevitably arises: Who is faster? And if it even turns out that three boats of the same type and approximately the same size are on their way from the same harbour to the same destination, then the 32 nautical miles quickly become a race track…
Von Terschelling nach Texel
From Terschelling to Texel
Das Video ist 5:05 Minuten lang und 142 MB groß
The video is 5:05 minutes long and 142 MB in size
Tatsächlich waren wir selbst überrascht, wie schnell wir unterwegs waren. Natürlich haben uns die Gezeitenströme geholfen, aber die 32 Seemeilen in knapp über fünf Stunden zu absolvieren, ist dann doch erstaunlich. Immerhin sind das über sechs Knoten im Schnitt und das auf so eine lange Strecke. Die zwei Bénéteau First (eine mit 28, eine mit 30 Fuß Länge) waren ein paar Minuten vor uns in einer Gruppe von etwa fünf bis sechs losgefahren und wir dachten nicht, dass wir irgendeines dieser Boote je einholen könnten.
Es stellt sich heraus, dass eben die zwei Bénéteaus immer in dieselben Fahrwasser einbiegen, die auch wir nehmen müssen. Eines der beiden Boote überholen wir noch vor dem „Vliestrom“, weil es nur das Großsegel gesetzt hat, während wir auch die Genua draußen haben.
Im Vliestrom müssen wir anluven und es zeigt sich, dass wir mit der vollen Genua zu viel Krängung haben. Wir nehmen daher ein Reff in das Vorsegel und fahren wieder viel aufrechter und damit schneller. Noch ist Flutstrom spürbar, aber wir kommen auch auf fast sechs Knoten Fahrt durchs Wasser. Etwas vor dem Hochwasser kommen wir zur untiefsten Stelle und stellen fest, dass auch der neue Tiefenmesser unglaubwürdige Werte liefert. Wir schwimmen bei angezeigten 0,9 m immer noch.
In fact, we were surprised ourselves at how fast we were going. Of course, the tidal currents helped us, but to complete the 32 nautical miles in just over five hours is amazing. After all, that’s an average of over six knots over such a long distance. The two Bénéteau Firsts (one 28 feet, one 30 feet) had left a few minutes before us in a group of about five or six, and we didn’t think we could ever catch up with any of them.
It turns out that the very two Bénéteaus always turn into the same fairways that we have to take. We overtake one of the two boats before we reach the „Vliestrom“ because it only has the mainsail set, while we also have the genua out.
In the Vliestrom we have to change to close-hauled, and it becomes clear that we have too much heel with the full genua. We therefore take a reef in the headsail and sail much more upright again and thus faster. Tidal current is still noticeable, but we also make almost six knots of speed through the water. A little before high tide, we come to the shallowest point and discover that even the new depth gauge gives implausible readings. We are still floating at the displayed 0.9 m.
Inzwischen haben wir auch die zweite „First“ überholt und werden die „Führung“ bis zum Waddenhaven Texel nicht mehr abgeben. Aber das ist natürlich nicht die Hauptsache. Die Sonne scheint, der Wind weht stetig mit vier bis fünf Beaufort, die Segel stehen perfekt, die Stimmung ist gut und wir rauschen nach wie vor mit fünf bis sechs Knoten durch das Wasser.
Obwohl wir damit gerechnet haben, dass uns die Gezeiten helfen werden, sind wir statt wie erwartet um 14:30 schon vor zwölf Uhr Mittag am Steg festgemacht. Kurz danach legen auch die beiden anderen Yachten an und ich tausche mit einer der beiden Videos und Fotos aus: Jetzt haben wir die ersten Aufnahmen unserer pepperbird von außen während dem Segeln.
In the meantime, we have also overtaken the second „First“ and will not relinquish the „lead“ until we reach Waddenhaven Texel. But of course that is not the main thing. The sun is shining, the wind is blowing steadily at four to five Beaufort, the sails are perfectly set up, the mood is good, and we are still rushing through the water at five to six knots.
Although we expected the tides to help us, we are moored at the jetty before noon instead of at 2:30 as expected. Shortly afterwards, the two other yachts also moor, and I exchange videos and photos with one of them: Now we have the first shots of our pepperbird from the outside while sailing.
Tolle Aufnahmen von der Pepperbird! 🙂
ganz schön flott!!
Der Hund hatte es wenigstens recht warm. Zurück in Wien hattet ihr ja keine Möglichkeit euch aufzuwärmen!!!
wann ist der nächste Törn?
Elfi
Im Herbst machen Matthias und ich wieder einen „Reparaturtörn“ und im April ’24 werde ich vorübergehend in die Niederlande übersiedeln, um die pepperbird Atlantik-fit zu machen. Aber ich gehe davon aus, dass wir zwischendurch auch ein bisschen zum Segeln kommen.
Sonst ist für Ende Juli der Transfer auf die Kanarischen Inseln geplant…