Ierapetra

Wasserfall?

Wir hätten auf Yorgos hören sollen: Der sagt immer, dass Google Maps auf Kreta nichts taugt. Nachdem wir schon an zwei Wegweisern zum Milonas-Wasserfall vorbeigefahren sind, haben wir beim dritten angehalten und uns zu Fuß auf den Weg gemacht. Gefunden haben wir ihn nicht.

Waterfall?

We should have listened to Yorgos: he always says that Google Maps is useless in Crete. After driving past two signposts for Milonas Waterfall, we stopped at the third one and set off on foot.
We didn’t find it.

Irgendwo da hinten sollte er sein…

He must be somewhere back there…

Weil die Wetteraussichten im Süden besser sein sollten, als hier im Norden, beschlossen wir nach Ierapetra zu fahren. Falls es dort ebenso regnerisch sein sollte, könnten wir ja das archäologische Museum besuchen, das Hanna und ich auch noch nicht gesehen haben. Bei gutem Wetter würden wir schon irgendwo eine Gelegenheit zum Wandern finden.

Der Einladung, einen Wasserfall zu sehen, konnten wir dann nicht widerstehen. Obwohl es deutliche Hinweise auf das Ziel gab, war der Weg nicht eindeutig beschildert, sodass wir schließlich Google Maps zurate zogen. „Das Internet“ zeigte uns schließlich einen Wanderweg, dem wir folgten, auch wenn die Strecke doch ziemlich weit schien. Ein Teil davon führte durch die Region, in der letztes Jahr Waldbrände gewütet haben. Es war ein trauriger, aber auch kurioser Anblick. Manchmal war nur eine Seite der Schotterstraße verbrannt, ein andermal wuchs eine bunte Blumenwiese unter schwarzen Baumleichen…

As the weather forecast was supposed to be better in the south than here in the north, we decided to drive to Ierapetra. If it turned out to be just as rainy there, we could always visit the archaeological museum, which neither Hanna nor I had seen yet. If the weather was good, we’d find somewhere to go for a bit of hiking.

We couldn’t resist the invitation to see a waterfall. Although there were clear signs pointing to the destination, the path wasn’t clearly signposted, so we eventually consulted Google Maps. ‘The internet’ finally showed us a hiking trail, which we followed, even though the route seemed rather long. Part of it led through the region where forest fires raged last year. It was a sad, yet curious sight. Sometimes only one side of the gravel track had been burnt, at other times a colourful meadow of flowers grew amongst blackened tree corpses…

Neues Leben nach der Katastrophe

A new life after the disaster

Die Wanderung endete dann an einer Stelle, an der klar wurde, dass wir nun eine Schlucht fliegend überqueren müssten, dann wären wir aber angekommen. Das war uns dann doch zu riskant, also sind wir die ganze Strecke wieder zurückgewandert; wieder einmal war der Weg das Ziel!

In Ierapetra haben wir den Hafen besichtigt und ein spätes, dafür ausführliches Mittagessen genossen. Auf der Heimfahrt machten wir noch einen Abstecher zur „Cha“-Schlucht, von der wir gebührend beeindruckt waren.

Die Diashow startet mit einem Klick auf das erste Bild

The hike ended at a point where it became clear that we would now have to cross a gorge by flying, but then we would have reached our destination. That was a bit too risky for us, so we walked the whole way back; once again, the journey was the goal!

In Ierapetra, we visited the harbour and enjoyed a late but hearty lunch. On the way home, we made a detour to the “Cha” Gorge, which left us appropriately impressed.

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Franz Fellner

    Wieder sehr schöne Fotos. Was ist das für eine Burg gegen Ende der Sequenz?
    LG und schön(er)es Wetter wünsche euch
    Franz

    1. Otto

      Das ist die Hafenfestung von Ierapetra, im Zweifelsfall ist sie venezianisch.

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